In diesem Jahr feiern St.-Franziskus-Gymnasium und -Realschule den 800. Todestag ihres Schulpatrons. Aus diesem Anlass nahmen kurz vor den Herbstferien Schülerinnen der Klasse 6 und 10 ihr Publikum in der Alten Turnhalle mit auf eine Zeitreise rund um das Leben des Heiligen. In kleinen Spielszenen, angeleitet durch Claire Özdemir, zeigten die Schülerinnen, wie aus Francesco Bernardone, Sohn eines erfolgreichen Tuchhändlers, Franz von Assisi wurde, der mit seinem Weg des radikalen Verzichts bis heute aufrüttelt. Fotografien von Szenen aus dem Leben des Heiligen, wie es in der Franziskushalle der Schule dargestellt ist, untermalten das Geschehen auf der Bühne eindrucksvoll. Für Beamerbild und guten Ton verantwortlich zeichnete die Technik-AG mit Maria Süßdorf-Metternich.

Musikalisch getragen und interpretiert wurde das Gezeigte durch einen Projektchor, bestehend aus Orientierungsstufen- und FELS-Chor. Über 40 Schülerinnen, Ehemalige und Lehrkräfte begeisterten mit ihrem lebendigen Vortrag. Vertreter mehrere Generationen verschmolzen zu einem gemeinsamen Klangkörper, den Anke Kühner jederzeit sicher und mitreißend leitete. Die Begleitung übernahmen Andrea Liese am Flügel und Katharina Wilhelm mit der Geige.

Wie aktuell die Lebensbotschaft des Heiligen auch heute ist, verdeutlichte die Religionsgruppe 10. Franziskus war überzeugt davon, dass es möglich ist, im Dialog Wege zueinander zu finden und Gräben zu überbrücken. Sein Besuch beim Sultan inmitten von Kriegstreiben zeigt dies. „Politiker sehen Verhandlungen häufig als Zeichen von Schwäche an. Doch Gespräche können ein wichtiger und guter Schritt sein.“ Mit Zitaten bekannter Kommentatoren unserer Tage unterstrichen die Schülerinnen wie wichtig es ist, in der persönlichen Auseinandersetzung Wege der Versöhnung zu suchen.

„Herr, mach mich zum Werkzeug deines Friedens!“ Mit den Zeilen des bekannten Gebetes des heiligen Franziskus beschloss der Projektchor folgerichtig den Abend. Im persönlichen Austausch ließen die Besucher den Abend und seine Botschaft nachklingen.

Text und Fotos: Stephanie Seither