Mit Herz und offenen Augen ins St. Franziskus-Jahr

Ein ganz besonderes Schuljahr hat mit einem stimmungsvollen Gottesdienst begonnen: Im Gedenken an den 800. Todestag unseres Namenspatrons Franz von Assisi läutete die Schulgemeinschaft gemeinsam das St. Franziskus-Jahr ein.

Bei trockenem Wetter versammelten sich knapp 1.000 Schülerinnen, rund 100 Lehrkräfte sowie Ordensschwestern zu einem Gottesdienst unter freiem Himmel. Gemeinsam hatten Schülerinnen, Lehrkräfte und Schwestern den Gottesdienst vorbereitet und feierten ihn miteinander. Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur die Lebensgeschichte des heiligen Franziskus, sondern vor allem die franziskanischen Werte, die bis heute das Leben an unserer Schule prägen. Verschiedene Mitglieder der Schulgemeinschaft erzählten, was diese Werte für sie persönlich bedeuten und wie sie ihren Blick auf Schule und Leben verändern. Auch die Geschichte des heiligen Franziskus wurde lebendig: In einer szenischen Darstellung konnten die Anwesenden wichtige Stationen aus seinem Leben miterleben. Eine Band aus Schülerinnen und Lehrkräften sorgte für die passende musikalische Begleitung und verlieh dem Gottesdienst eine besondere Atmosphäre.

Hinschauen statt wegschauen

Immer wieder ging es um eine zentrale Frage: Wie können wir mit Herz und offenen Augen durch die Welt gehen? Franz von Assisi zeigt uns, dass es nicht genügt, Not und Ungerechtigkeit wahrzunehmen. Es geht darum, hinzuschauen und zu handeln. Ein Gedanke aus dem Gottesdienst brachte dies besonders treffend auf den Punkt: Nicht ein „Eigentlich, aber …“ soll unser Handeln bestimmen, sondern ein „Deshalb“. Franziskus hätte sagen können: „Eigentlich tun mir die Aussätzigen leid, aber ich möchte mich nicht anstecken.“ Stattdessen wurde aus seinem Mitgefühl ein konkretes Handeln: Sie tun mir leid – deshalb helfe ich ihnen.

Dieser Gedanke gab der Feier einen starken Impuls für das kommende Schuljahr: Andere Menschen wahrnehmen, ihre Not sehen, die Schöpfung mit offenen Augen betrachten – und dort, wo wir etwas verändern können, nicht wegschauen, sondern handeln.