Wenn sich an einem Sonntagmorgen 58 Schülerinnen und vier Lehrkräfte auf einem Parkplatz treffen, dann steht meist Großes an. In diesem Fall war es die Kursfahrt der Jahrgangsstufe 12 an den Gardasee, genauer gesagt an den wunderschönen Ort Sirmione.
Eine Busfahrt ohne nennenswerte Zwischenfälle, aber teilweise mit hübscher Aussicht auf die Landschaft führte uns also gegen Abend an unser Domizil: „Garda Village“. Nach Bezug der Bungalows und dem Abendessen sollte am nächsten Tag das Programm starten: Venedig, die Stadt in der Lagune und ausgerechnet am heißesten Tag der Woche. Immer wieder beeindruckend ist die Architektur, wenn man vom Wasser aus in die Stadt hineinfährt. Immer wieder beeindruckend ist aber auch die Menschenmasse, von der Venedig alltäglich überflutet wird. Dennoch führten Markusplatz, Rialtobrücke, die kleinen Gässchen und viele andere Sehenswürdigkeiten zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Der Dienstag startete leider mit Regen in Riva di Garda, unserem Ausgangspunkt für den nächsten Programmpunkt: Eine Bootsfahrt über den nördlichen Gardasee von Riva di Garda nach Limone, und von dort nach Malcesine. Begleitet von der sich immer häufiger zeigenden Sonne und Rhythmen italienischer Schlager und Popmusik konnten wir die genannten Orte besichtigen. Dieser Teil des Gardasees steht im Zeichen der Zitrone: Überall sieht man Zitronenbäume, kann zitronige Produkte erwerben, Zitroneneis schlemmen und anderer Andenken erwerben. Einige von uns wagten sich auch auf den steilen Weg in Richtung Monte Baldo und konnten aus der Höhe einen unvergleichlichen Panoramablick auf den Gardasee genießen.
Und dann der Mittwoch: Der Sporttag, Soft-Rafting auf der Etsch, eine überraschende und abenteuerliche Aktivität. Überraschend deshalb für einige Schülerinnen, weil man bei einer Wassersportaktivität auch nass werden kann, abenteuerlich deshalb, weil das Schwimmen in der Etsch eine kühle Abwechslung war, welche aber nur von wenigen genutzt werden sollte. Aber nach einigen Wettrennen auf der Etsch, Spritzschlachten mit den Paddeln war auch dies ein wunderbares Ereignis mit vielen Erinnerungen.
Am letzten Tag stand nochmals eine Stadttour auf dem Programm: Verone, die Stadt von Romeo und Julia. Aber nicht nur Kultur stand auf dem Programm: Nach einer Stadtführung bestand ausreichend Zeit für einen Besuch in einem kleinen Café oder die letzten Mitbringsel für Daheim zu besorgen. Ausklingen ließen wir den Tag alle zusammen in einem netten Restaurant bei Pasta und Pizza direkt an der Arena di Verone.
Vorbereitet und begleitet wurde die Fahrt von zahlreichen Kurzvorträgen zu den Stationen der Fahrt oder allgemein zu Themen, die mit Italien zu tun haben. So waren wir gut vorbereitet auf den Gardasee, Venedig und Verona und haben viel Informatives erfahren über italienische Mode, die wichtigsten Fußballvereine oder italienische Musik und konnten teilweise unsere Fähigkeiten als Stadtführerinnen in Venedig testen.
Leider ging diese Woche zu schnell vorbei. Freitagabend erreichte der Tross mit vielen Erinnerungen wieder die pfälzische Heimat. Und somit war sie zu Ende, eine Fahrt mit ganz viel Kultur, Wissen, Sport und tollen gemeinsamen Erinnerungen.
Text: F. Bernhardt/ K. Kührt; Photos: L. Ruprecht/ F. Bernhardt











